Wie man seine Michelin-Position einfach mit Freunden und Familie teilt

Man trifft Freunde in einem Stadtteil, den man nicht kennt, das GPS zeigt eine Straße an, aber niemand kreuzt den Weg. Der Reflex ist, eine ungenaue Sprachnachricht oder einen Screenshot der Karte zu senden. Das funktioniert schlecht. Die Kartenanwendungen bieten jedoch eine Echtzeit-Standortfreigabe an, die viel zuverlässiger ist, aber die Handhabung bleibt für viele Nutzer unklar.

Standortfreigabe Google Maps auf Android: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Auf einem Android-Smartphone integriert Google Maps eine Funktion zur Echtzeit-Standortfreigabe, die direkt mit dem Google-Konto verknüpft ist. Die Handhabung beginnt mit dem Öffnen der App und einem Klick auf das Profilbild oben rechts.

Ergänzende Lektüre : Wie man den Unterschied zwischen Narzisse und Osterglocke in Ihrem Garten erkennt?

Im Dropdown-Menü wählt man “Standortfreigabe” und dann “Neue Freigabe”. Die App fragt dann nach zwei Dingen: der Dauer der Freigabe und dem Empfänger. Wenn der Kontakt eine im Adressbuch gespeicherte Gmail-Adresse hat, erfolgt der Versand automatisch über Google Maps. Andernfalls wird ein Link generiert, der per SMS oder Messenger übermittelt werden kann.

Der Empfänger erhält eine interaktive Karte mit der aktualisierten Position. Man kann auch seinen Michelin-Standort über diesen Link teilen, indem man ihn in ein Gespräch integriert, in dem man ein Restaurant oder einen Halt empfiehlt.

Auch lesenswert : Wie man ein medizinisches Analyse-Labor in Le Cannet des Maures einfach auswählt

Ein Punkt, den die Rückmeldungen von Nutzern bestätigen: Die Freigabe funktioniert sogar, wenn der Verlauf der Fahrten deaktiviert ist. Die Echtzeit-Standortbestimmung und die Aufzeichnung vergangener Bewegungen sind zwei separate Einstellungen, die es ermöglichen, ohne dauerhafte Spur zu teilen.

Mann teilt die Adresse eines Michelin-Restaurants vor einer Fassade in Lyon

Standortfreigabe auf iPhone mit der App ‘Lokalisieren’

Auf iOS heißt die native App “Lokalisieren” (Find My). Sie hängt nicht von Google Maps ab, sondern vom iCloud-Konto. Man öffnet sie, wählt den Tab “Personen” und dann “Meine Position teilen”.

Dann gibt man den Namen oder die Nummer des Kontakts ein. Die App bietet drei Zeiträume an:

  • Eine Stunde teilen, geeignet für ein einmaliges Treffen an einem öffentlichen Ort
  • Bis zum Ende des Tages teilen, nützlich für einen Gruppenausflug oder eine Wanderung
  • Unbegrenzt teilen, reserviert für enge Familienkreise, die eine kontinuierliche Nachverfolgung wünschen

Der Empfänger muss ebenfalls ein Apple-Gerät besitzen, um die Position direkt in Lokalisieren zu sehen. Für Kontakte unter Android muss man über einen Google Maps-Link oder eine Drittanbieter-App wie WhatsApp gehen, die ebenfalls einen Button zur Echtzeit-Standortfreigabe integriert.

Seinen Standort über WhatsApp oder Telegram ohne Kartenanwendung senden

Nicht alle Situationen laufen über Google Maps oder Lokalisieren. Auf Festivals, auf Reisen oder wenn man vermeiden möchte, die Berechtigungen zu vervielfachen, bieten WhatsApp und Telegram eine native Standortfreigabe an.

Auf WhatsApp öffnet man ein Gespräch, drückt auf die Büroklammer (Android) oder das “+” (iPhone) und wählt dann “Standort”. Zwei Optionen erscheinen: die aktuelle Position senden (fest, als Punkt auf einer Karte) oder die Echtzeit-Standortfreigabe für eine Viertelstunde, eine Stunde oder acht Stunden.

Telegram bietet eine ähnliche Funktionalität, mit einem Vorteil: Die Echtzeit-Standortfreigabe funktioniert auch in Gruppen. In einer Gruppe von Wanderern oder bei einem Event kann jedes Mitglied seine Freigabe aktivieren und alle Teilnehmer sehen die Positionen auf derselben Karte.

Diese Messaging-Tools ersetzen keine Kartenanwendung für die Navigation, decken jedoch das Hauptbedürfnis ab: genau zu sagen, wo man sich befindet, ohne einen Weg durch aufeinanderfolgende Nachrichten zu beschreiben.

Zwei Freunde, die eine digitale Karte konsultieren, um ein Michelin-Restaurant zu teilen

Privatsphäre und Kontrolle der Standortfreigabe: Was zu überprüfen ist

Seinen Standort mit einem Freund für ein Abendessen zu teilen, ist eine einmalige Nutzung. Das Problem beginnt, wenn die Freigabe aktiv bleibt, ohne dass man sich daran erinnert. Die Bewegungen offenbaren Gewohnheiten, Bekanntschaften und manchmal sensible Informationen (Arbeitsort, Gesundheitseinrichtungen, Orte der Anbetung).

Bevor man eine Freigabe aktiviert, sind einige Überprüfungen notwendig:

  • Eine begrenzte Dauer wählen, anstatt eine unbegrenzte Freigabe, es sei denn, für einen engen und einvernehmlichen Familienkreis
  • Regelmäßig überprüfen, wer Zugriff auf die Position in den Einstellungen von Google Maps (Abschnitt “Standortfreigabe”) oder Lokalisieren (Tab “Personen”) hat
  • Die Freigabe manuell nach dem Ereignis deaktivieren, wenn man vergessen hat, eine Dauer festzulegen
  • Auf Android die Standortberechtigungen anwendungsweise in den Systemeinstellungen überprüfen

Die CNIL erinnert daran, dass die Banalisierung der Geolokalisierung dazu führen kann, eine Form der täglichen Überwachung zu akzeptieren, ohne sich dessen bewusst zu sein. Drittanbieter-Apps (Spiele, soziale Netzwerke, VTC-Dienste) nutzen ebenfalls diese Daten, manchmal über das hinaus, was der Nutzer sich vorstellt.

Standortfreigabe und Google-Konto: Eine oft ignorierte Nuance

Google Maps kann ohne Verbindung zu einem Konto funktionieren, aber die Funktionen für kontinuierliche und synchronisierte Freigabe sind mit einem aktiven Konto umfassender. Ohne Konto kann man eine Karte einsehen, eine Route starten, aber die Echtzeit-Standortfreigabe erfordert eine Authentifizierung.

Diese Unterscheidung hat konkrete Konsequenzen. Ein Jugendlicher, der Maps ohne Google-Konto verwendet, kann die Familienfreigabe nicht aktivieren. Ein Reisender, der sich auf einem geliehenen Telefon anmeldet, muss sich anschließend abmelden, um den Zugriff auf seinen Standort zu unterbrechen. Die Rückmeldungen variieren in diesem Punkt je nach Android-Version und Herstelleranpassungen, aber das Prinzip bleibt dasselbe: Angemeldetes Konto gleich mögliche Freigabe, abgemeldetes Konto gleich deaktivierte Funktion.

Seit Inkrafttreten des Digital Markets Act in Europa hebt Google seine eigenen Dienste nicht mehr automatisch in den Suchergebnissen hervor. Konkret bedeutet das, dass ein Nutzer, der “meinen Standort teilen” in seinem Browser sucht, nicht mehr systematisch zuerst auf Google Maps stößt. Andere Lösungen (Apple Maps, Waze, Messaging-Apps) erscheinen mit vergleichbarer Sichtbarkeit, was die Optionen erweitert, ohne die oben beschriebenen Handhabungen zu ändern.

Die Standortfreigabe bleibt eine Funktion, die auf jedem aktuellen Smartphone einfach zu aktivieren ist. Die eigentliche Schwierigkeit ist nicht technisch: Es ist, daran zu denken, sie zu deaktivieren, wenn man sie nicht mehr benötigt.

Wie man seine Michelin-Position einfach mit Freunden und Familie teilt